Säuren und Basen

In unserem Körper laufen pausenlos Stoffwechselprozesse ab.
Damit das störungsfrei gelingt, ist ein stabiler pH-Wert notwendig.
Der pH-Wert ist ein Messwert, der uns über die Konzentration von Wasserstoffionen in einem Liter wässriger Lösung Auskunft gibt. Auf einer Skala von 1 (stark sauer) - 14 (stark basisch) peilen wir einen Wert von etwa 7 an, um eine Balance zu haben.


Im Stoffwechsel wird aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweissen Energie gewonnen. Dabei entstehen Abfallprodukte, die sauer sind. Sie wandern aus den Zellen ins Bindegewebe und von dort ins Blut.
Der Körper muss diesen Abfall entsorgen und über verschiedene Puffersysteme wieder ein Gleichgewicht herstellen.
Dieses gelingt bei ausreichender Versorgung mit Mineralstoffen aus der Nahrung problemlos. Wenn wir uns aber mit zu vielen säurebildenden Lebensmitteln belasten, kippt unser Körper zunächst in eine latente Übersäuerung.

 

Um festzustellen, ob unser Körper übersäuert ist, können wir den Urinstatus eines Tages bestimmen. Dazu können wir Teststreifen zur Messung des Urin-pH-Wertes aus der Apotheke benutzen.
Während eines Tages schwankt der gemessene Wert.
Morgens beginnen wir normalerweise mit einem Wert von 6,2- 6,5.

Mittags sind wir nahe an der 7 und gehen nachmittags und abends wieder Richtung 6,5.

Die Ausscheidung von überschüssigen Säuren über den Urin ist einer der Puffermechanismen des Körpers. Während der Nacht hat der Körper den Harn stärker mit Säuren angereichter, die er dann mit dem Morgenurin ausscheiden kann. Über die Nahrung nehmen wir Basen zu uns, was den p-H-Wert zum Mittag hin ansteigen lässt.
Im normalen Tagesprofil  nimmt der Körper die Gelegenheit wahr, überschüssige Säuren aus dem Körper zu schleusen, weshalb der Wert zum Abend hin wieder sinkt.

Es ist allerdings auch möglich, dass das gemessene Tagesprofil im Urin unauffällig ist, der Körper aber fast erschöpfte Pufferkapazitäten hat. Um das abzuklären, empfiehlt sich ein Urintest nach Sander. Hierzu wird ein Tagesprofil aus 5 Urinproben im Labor erstellt.

 

Im Blut muss ein recht konstanter Wert von 7,36 - 7,44 aufrecht erhalten werden. Treten Schwankungen auf, so nutzt der Körper verschiedene Puffersysteme (z.B. die Ausscheidung über den Urin) um das  Gleichgewicht wieder her zu stellen.

Auch die Atmung oder der Schweiß helfen, den Körper zu entlasten. Sind zu viele Säuren vorhanden, speichert der Körper sie im Binde- und Fettgewebe. Zur Regulierung des Säure-Basen- Gleichgewichts nimmt der Körper aus seinem schnell verfügbaren Mineralstoffreservoir, den Knochen, die Mineralien, die er zur Pufferung der Säuren braucht.
Wichtig für die Entsäuerung des Körpers ist außerdem Zink. Zink ist ein essentielles Mineral, das vielfältige Aufgaben im Körper hat. Z.B. hat es einen wichtigen Anteil an der Bildung wichtiger Enzyme, beeinflusst unser Immunsystem positiv, hält Haut, Haare und Nägel gesund und ist ein Bestandteil des Enzyms, das wichtig ist, um Bicarbonat zu synthetisieren. Bicarbonat ist das wichtigste Puffersystem des Körpers um Säuren abzubauen.
Zink verbrauchen wir besonders bei Erkältungen oder Stress.

Säuren im Körper fördern Entzündungen. Daraus entstehen möglicherweise viele weitere Erkrankungen. Erkältungsneigung, Allergien, rheumatoide Erkrankungen, Arthrosen.... Entzündungen legen den Grundstein für eine Krebserkrankung. Ohne vorangegangene Gewebsentzündung entsteht kein Krebs. Aus dieser Warte betrachtet bietet die basische Ernährung eine Möglichkeit der Krebsprävention.

 

 

Wenn wir erfolgreich abnehmen und das Gewicht im Anschluss halten wollen, müssen wir unsere Ernährung  dauerhaft verändern. Deshalb ist Gufa keine Diät, sondern eine Umstellung der Essgewohnheiten.

 


Die basische Ernährung unterstütz den Körper indem sie ihn entlastet und die Stoffwechselvorgänge erleichtert. Im Laufe der Zeit kann der Körper seine Altlasten, seine Schlacken und Säuren ausscheiden.  Wir können das sehen und spüren. Wir fühlen uns fitter, fröhlicher, entspannter. Sichtbar wird es an der gesünderen Haut, den glänzenderen Haaren, an der schwindenen Cellulite.


Die Ausscheidungsorgane:

Nieren, Leber, Magen, Lungen
Nieren: Ausscheidung über den Urin
Leber: Pufferung durch Bildung von Harnstoff - Ausscheidung über die Nieren
Magen: Bildung von Magensäure und dabei Abgabe von Bicarbonat ins Blut
Lungen: Abatmung